Wir über uns

Um es gleich vorweg zu sagen, wir sind kein Verein. Diese Formalitäten wollten wir uns ersparen. Zu uns kann jeder kommen, der Interesse hat an Rheindahlens Geschichte oder zu anderen Themen, die aber Rheindahlen betreffen oder Heimatgeschichte sind. Es kann auch jeder kommen, der einfach nur zuhören möchte. Wir treffen uns alle 4 bis 6 Wochen. Die Leitung der Gruppe hat inzwischen Stefan Purrio übernommen.

Im Jahr 2016 feierten wir, die Geschichtsfreunde Rheindahlen, unser 10jähriges Bestehen. In diesen 10 Jahren ist viel passiert. So verloren wir einige unserer Mitstreiter. Mit ihnen gingen wertvolle Erinnerungen verloren. Paul Hilgers als Initiator der Geschichtsfreunde ist unter den Verstorbenen. Es gibt aber auch Erfreuliches zu berichten.

Unsere ersten Ergebnisse präsentierten wir im SL. Beispielsweise über Menschen, die sich hinter einem Straßennamen verbergen. Oder ein Bericht über  St. Barbara, der Kapelle im Nordpark, die heute das Restaurant Prinz George beherbergt.

Zwei Jahre später, also 2008 veröffentlichten wir einen Bildband „Rheindahlen in Bildern“. Er wurde uns förmlich aus der Hand gerissen. Bereits zwei Jahre später erschien Band II.

Die Bedeutung der Fenster der St. Helena Kirche, die letzte Arbeit von Paul Hilgers, beschrieb er zusammen mit Karl Purrio in der Broschüre „Die Kirchenfester von St. Helena“. Die rätselhaften Figuren und Zeichen in der alten Pfarrkirche St. Helena, die bei der Renovierung der Kirche entdeckt wurden, versuchte Wilhelm Hastenrath, der nun auch leider schon verstorben ist, zu deuten.

Anlässlich des 150 jährigen Bestehens der Krankenpflege in Rheindahlen fasste Achim Vieten Material, bestehend aus verschiedenen Beiträgen, Geschichten und Fotos in einem Band zusammen. Dieser Band fand viel Interesse, da noch viele Rheindahlener z.B. das Krankenhaus am Südwall aus eigener Anschauung kannten.

In Stücken und in alle Winde verstreut fanden wir ein Sühnekreuz. Wir ließen es zusammenfügen und restaurieren. Seinen Platz soll es an der Stelle bekommen, wo es einmal gestanden hat. Heute ist es das Dreieck Hilderather Straße, die Straße nach Sittard und die nach Hilderath/Baum. Hier sühnte Vogt Peter Pang einen Totschlag, den er an einem Bauern verübt hatte.

Mal herausfinden, was für Gaststätten, Brauereien oder Destillerien es in Rheindahlen und Umgebung gegeben hat, beschäftigte uns eine Weile. Das wäre die nächste Publikation. Von den passenden Geschichten über die Gaststätte selbst oder deren Besitzer im Laufe der Zeit zu hören oder auch über einzelne Gäste hat uns viel Spaß gemacht.

Die positive Resonanz eines Erzählabends in der „Alten Post“ , gestaltet aus der Erinnerung unserer Mitbewohner, war der Auslöser für die Ausstellung über die Angriffe der Alliierten auf Rheindahlen im letzten Jahres des Krieges.  In den Räumen der AWO zeigten wir Fotos über die Zerstörung der Stadt in den letzten Monaten des Jahres 1945. Die Ausstellung wurde sehr gut von den Rheindahlern angenommen.  

Anlässlich des 70. Jahrestages des Zweiten Weltkrieges fasste Stefan Purrio das Erleben des Krieges hier in Rheindahlen zusammen. Der Bombenangriff vom 25. Februar 1945 (2 Teile) und das Einrücken der Amerikaner und die Zeit danach.

Rheindahlen besteht aus vielen Ortschaften. Wir wollten diese  kennenlernen. Einmal im Jahr sehen wir uns eine Ortschaft näher an. Bis jetzt waren es Dorthausen, Günhoven, Genholland, Kothausen, Mennrath und bisher zuletzt Genhülsen. Wir sind immer wieder erstaunt zu hören und zu sehen, was hier einmal gestanden hat oder noch steht. Die Bedeutung einzelner Gebäude und die Geschichte, die dahinter steht. Wir stellten fest, nicht nur die großen Städte haben ihre Geschichte. Diese Ortsbegehungen werden fortgesetzt.

Eines unser nächsten Vorhaben wird sein das Ordnen einiger der etwas zerstreut liegenden Grabsteine auf dem alten Friedhof in Rheindahlen.  So der Grabstein des ehemaligen Rektors Krautwurst, des  Pater Emanuel Heinrichs oder die der Ordensschwestern aus dem Krankenhaus. Hier planen wir nicht nur das Ordnen. Uns schweben auch Hinweistafeln vor, die der heutigen Generation die Menschen vorstellen, die einmal hier gelebt haben und für Rheindahlen Bedeutung hatten. Wir fanden es sträflich, ihre Grabsteine so vernachlässigt zu sehen.

Unsere letzte Veröffentlichung fand im SL im August des Jahres seinen Platz. Renate Eßer und Oswald Pflipsen beschrieben mit dem Titel „Waid und Krapp in RheinDahlen“ den ehemaligen Ort Krapp und warum dieser Ort seinen Namen hatte.

Sigrid Bruckmann

 

 

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